Erfreulich: Bund muss Kooperationen prüfen

FH SCHWEIZ vertritt zur Frage nach einem eigenständigen 3. Zyklus an FH (Doktorat, PhD, DBA usw.) bereits seit 2014 eine klare Haltung. Daher begrüssen wir sehr, dass der Nationalrat am 21. September mit 127 zu 55 Stimmen bei einer Enthaltung dem Postulat «Evaluation der Kooperationsprojekte im Bereich der Doktoratsausbildung » der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Natio nalrates (WBK-N) zugestimmt hat.

Erfreulich ist für uns auch, dass sich die Mehrheit in der WBK-N durchgesetzt hat und alle Fraktionen, bis auf eine Ausnahme, das Postulat unterstützt haben.

Der Bundesrat muss nun Bericht erstatten, wie sich im Speziellen die Kooperationen zwischen Fachhochschulen und Universitären Hochschulen und Kooperationen zwischen Fachhochschulen und ausländischen Hochschulen entwickelt haben und welche Projekte im Bereich Mobilitätsförderung von Doktorierenden und Weiterentwicklung des 3. Zyklus (2021-2024) finanziell unterstützt wurden. Dabei soll beantwortet werden,

  • wie diese Kooperationen funktionieren,
  • wie sich die (Schweizer) Universitären Hochschulen beteiligen,
  • ob es sich bei den Kooperationen um gleichberechtigte Partnerschaften (betr. Betreuung und Beurteilung der Doktorierenden, Anerkennung und Sichtbarmachung aller Partner usw.) handelt,
  • ob Personen mit einem Master von einer Fachhochschule zugelassen werden,
  • welche Fachbereiche von Fachhochschulen mit den Kooperationen abgedeckt werden können und welche nicht (welche Lösungen gibt es für letztere?) sowie
  • ob diese Kooperationen als Ersatz für einen nicht vorhandenen 3. Zyklus nach Bologna (Doktorat) auf Stufe der Fachhochschulen gelten.

Der Bericht wird für 2025 erwartet.

Andri Silberschmidt,
Nationalrat und Präsident FH SCHWEIZ

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